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Kalender- und Adressbuch-Probleme

Wie berichtet, habe ich meine Kalender und Kontaktdaten mit Owncloud auf Uberspace verwaltet. Das hat ganz gut funktioniert – bis Owncloud auf die Version 6 geupdatet wurde. Danach konnte ich im Adressbuch keine Kontakte mehr anlegen oder bearbeiten. Alle Versuche, auch eine Neuinstallation oder die Installation des Daily builds scheiterten, ob mit SQLite oder MySQL. Auf einem anderen Uberspace-Account funktionierte das ganze testweise einwandfrei, doch auf meinem Account klappt es nicht. Also suchte ich nach einer anderen Möglichkeit, meine Daten zu verwalten und fand den Baikal CalDAV und CardDAV-Server. Der lässt sich einfach installieren und tut was, was er soll. Aber Baikal ist eben nur ein Server und bietet keine Bearbeitungsmöglichkeiten für Adressen und Termine.
Zur Synchronisation auf den Android-Geräten habe ich jetzt DavDroid installiert. Die App gibt es kostenlos auf F-Droid. Auf dem Windows-PC in der Firma nutze ich Thunderbird mit Lightning, hier lassen sich ebenfalls die DAV-Konten einbinden. Problematisch wird es auf den Linux-Rechnern, wo ich eigentlich Claws-Mail zur E-Mail-Verwaltung nutze. Dessen Plugin vcalendar kann nicht mit dem CalDAV-Server kommunizieren. Unter XFCE/Gnome gibt es meines Wissens nur Thunderbird und Evolution. Letzteres sagt mir absolut nicht zu und Thunderbird hatte letzthin ja auch Probleme gemacht. Aber um nicht ewig Zeit zu vertrödeln, habe ich erstmal den Donnervogel auf meinen PC zurück geholt.
Es ist also schon ein etwas komplizierteres Unterfangen, wenn man wenigstens einen Teil seiner persönlichen Daten selber verwalten und diese dann auch noch Plattform übergreifend bearbeiten möchte.

Claws-Mail ersetzt Thunderbird

Nach dem Umzug zu uberspace habe ich auch meine IMAP-Konten transferiert. Eine Anleitung dazu findet sich im Wiki der Ubernauten. Danach begann mein Thunderbird rumzuzicken. Ich lasse verschiedene Mail-Adressen nur noch – wie empfohlen – in Unterverzeichnisse sortieren, Thunderbird hatte Probleme mit diesen Verzeichnissen. Da ich den ganzen zusätzlichen Schnickschnack wie Feed- und News-Reader, Twitter- und IRC-Client usw. beim Thunderbird nicht brauche, da ich dafür seperate Lösungen nutze, bin ich auf eine reines E-Mail-Programm umgestiegen. Ich nutze jetzt Claws-Mail, ein gut “abgehangenes” Programm, das eine Menge an Optionen zum Verwalten von E-Mails bietet. Natürlich erfordert eine Umstellung immer etwas Einarbeitung, wobei das reine Abrufen von E-Mails natürlich sofort klappt.
Man kann zum Beispiel verschiedene Verarbeitungsregeln einrichten, damit E-Mails automatisch sortiert, gelöscht o. ä. werden. Claws-Mail hat eine Menge eingebauter Funktionen und es unterstützt Plugins und Erweiterungen. So lassen sich Plugins wie HTML-Ansicht, Junk-Filter und vieles mehr einfach aktivieren. Natürlich bietet Claws-Mail auch Plugins zur PGP-Verschlüsselung – wenn man denn endlich jemand gefunden hat, der in der Lage ist, verschlüsselte E-Mails zu senden und zu empfangen.
Claws-Mail gibt es nicht nur für Linux, sondern auch für Windows und Mac OS X.

Geburstage im Android-Kalender

Owncloud zeigt Geburtstage, die in den Kontakten erfasst sind, automatisch im Kalender an – so wie man es vom Google-Kalender auch kennt. Allerdings werden diese Termine nicht im Kalender gespeichert und somit beim Synchronisieren mit den Android-Geräten auch nicht übertragen. Abhilfe schafft hier die App EboBirthday. Die App liest auf dem Android-Gerät ebenfalls Kontaktdaten aus und speichert die Geburtstage in einem beliebigen Kalender. Man erstellt also auf dem Tablet oder Smartphone einen neuen Kalender (z.B. Geburtstage) und lässt EboBirthday seine Arbeit tun. Diesen Geburtstagskalender sollte man von der Synchronisierung ausschließen oder nicht in Owncloud anzeigen lassen, damit dort die Geburtstage nicht doppelt erscheinen.
Hier noch die Quelle mit weiteren Tipps: http://www.pocketpc.ch

Owncloud und Android

Adressdaten und Kalender sind in Owncloud aktualisiert. Damit lässt sich arbeiten. Freilich fehlt Owncloud noch einiges an Komfort im Vergleich zu den Google-Diensten. Aber wie oft sucht man am Rechner nach Kontaktdaten oder wie oft aktualisiert man seinen Kalender? Das ist doch meist überschaubar. Owncloud ist zudem in ständiger Weiterentwicklung, so dass noch die eine oder andere Verbesserung zu erwarten ist.
Nun müssen die Daten noch mit dem Smartphone und dem Tablet synchronisiert werden. Das funktioniert mit den beiden Android-Apps CardDAV-Sync und CalDAV-Sync. Von CardDAV-Sync gibt es eine kostenlose (Beta-)Version, CalDAV schlägt mit knapp drei Euro zu buchen. Da kann man vielleicht verkraften…
Über die Einrichtung dieser Apps findet man bereits genügend Hilfe im Netz, zum Beispiel auf tuxanddroid.de. Auf den Android-Geräten sollte man die Synchronisation mit dem Google-Kalender und -Adressen abschalten. Dann kann man diese auch bei Google entfernen. Ein komplette Abschaltung der Google-Synchronisation macht wenig Sinn, da man dann auch seine (gekauften) Apps nicht mehr synchron halten könnte.
Wie gesagt, das Ganze bietet nicht den Komfort der Google-Dienste. Dazu kommt noch der Aufwand der Einrichtung des ganzen Systems. Dafür hat man seine Daten auf dem eigenen Server oder beim Hoster des Vertrauens. Es muss jeder selber entscheiden, was ihm wichtiger ist.

Umzug abgeschlossen

Lange habe ich hier nichts geschrieben – das soll sich wieder ändern.

In den letzen Tagen habe ich meinen Provider-/Hoster-Umzug abgeschlossen. Gerade noch rechtzeitig vor Ablauf der Kündigungsfrist habe ich bei meinem bisherigen Provider gekündigt. Meine Domains habe ich daraufhin zu InterNetworX umgezogen. Das bietet mir die Möglichkeit, die Domains und dazugehörigen E-Mail-Konten auf einen beliebigen Webspace aufzuschalten.
Ich habe mir Uberspace ausgesucht (wie bereits berichtet). Was die “Ubernauten” bieten, liest man sich am besten selbst auf ihrer Homepage durch, das würde den Rahmen eines Blogartikels sprengen. SSH, HTTPS, MySQL, Qmail, IMAP, 10GB Speicherplatz sind nur einige Punkte. Wer noch nie etwas mit Linux, SSH oder einer Shell zu tun hatte, sollte sich besser einen anderen Hoster suchen.
Auch wenn ich zu Hause schon weit über zehn Jahre überwiegend Linux-Betriebssteme nutze, bezeichne ich mich nicht als Voll-Profi. (Aber wenn ich etwas nicht weiß, weiß ich wenigstens, wo’s steht!) Voll-Profi muss man bei Uberspace aber auch nicht sein. Im hervorragenden Wiki wird alles genau erklärt. So hatte ich zum Beispiel keinerlei Erfahrung mit qmail. Dank der Erläuterungen im Wiki ist das ganze ratzfatz eingerichtet. Und ich brauche jetzt nicht für jede meiner verschiedenen E-Mail-Adressen ein eigenes Konto – qmail sortiert die Mails in die richtigen Ordner.
Also: E-Mail-Konten sind eingerichtet, Blog und mein privates Gedächtnis (DokuWiki) sind umgezogen, Piwik, OwnCloud und Tiny Tiny RSS wurden neu installiert. Alles läuft. Den vielgerühmten Support der Ubernauten musste ich noch nicht in Anspruch nehmen. Es wurden auch nach der Einrichtung meines Uberspaces keine Serverabstürze, Zusammenbrüche der Infrastruktur o.ä. bekannt, so dass ich wahrscheinlich gar nicht so viel falsch gemacht habe…

Der nächste Schritt ist das Komplettieren meiner von Google umgezogenen Adress- und Kalenderdaten in OwnCloud und die Einrichtung der Synchronisation mit Smartphone und Tablet. Und dann das Löschen der Kalender und Adressen bei Google. Ich werde davon berichten.

Uberspace und Tiny Tiny RSS

Vor einigen Wochen habe ich mir einen Account bei Uberspace.de geholt. Uberspace ist ein Webhoster mit einer ungewöhnlichen Philosophie: Der Nutzer bestimmt den Preis für die Leistung, die er in Anspruch nimmt, selbst. Außerdem bietet Uberspace viel “Freizügigkeit” in Sachen Zugriff und Verwaltung des Webspaces. Ich zahle erst mal einen Einstiegspreis. Wenn die Vertragslaufzeit bei meinem jetzigen Provider abgelaufen ist, werde ich wahrscheinlich meine Homepage, Domains und E-Mail-Adressen umziehen und dann noch ein paar Euro zulegen.
Hintergrund dessen war u.a. das RSS-Reader-Problem. Der Google-Reader macht ja dicht und mit den Alternativen wurde ich nicht so recht warm. Deshalb wolle ich mal Tiny Tiny RSS ausprobieren. TT-RSS muss man aber selbst auf einem (eigenen) Webserver installieren. Zum aktualisieren der Feeds muss man auf diesem Server (wenigstens) einen Chronjob anlegen können, was bei vielen (Billig-) Hostern ja gar nicht geht. Bei Uberspace findet man im Wiki sogar eine (idiotensichere) Installationsanleitung für TT-RSS. Man kann den RSS-Reader fast nach Belieben konfigurieren, kann z.B mit CSS das Aussehen ändern, sich aus dem Netz Themes oder Plugins herunterladen. Und für mein Android-Tablet gibt es eine offizielle App. Die kostet zwar die “horrente” Summe von 1,52 €, ist es aber allemal wert. Also – mein erstes Fazit für Uberspace und tiny Tiny RSS ist durchweg positiv.