Dieser Tage informierte mich mein RSS-Reader, dass der Internetbrowser Vivaldi in einer neuen Version erschienen ist. Den Vivaldi hatte ich schon mal in seinen Anfangszeiten getestet, damals konnte er mich noch nicht begeistern. Dank meiner Neugier habe ich den Browser erneut installiert und zwar gleich dreimal: zweimal die Linux- und einmal die Windowsversion. Um es gleich vorweg zu nehmen - man kann mit Vivaldi arbeiten. Und das sogar sehr gut. Wie immer erfordert eine neues bzw. anderes Programm für die gleiche Aufgabe eine gewisse Umstellung der Nutzungsgewohnheiten. Das ging bei Vivaldi ziemlich schnell. Und dann zeigte sich dieser Browser als ein schnelles, leicht zu bedienendes Werkzeug zum Surfen in den unendlichen Weiten des Internets.

Der Vivaldi-Browser hat schon einige Möglichkeiten, das Surfen im Internet effizienter zu gestalten. Diese findet man - meist selbsterklärend - in den Einstellungen (Alt+p). Natürlich vermisst man auch das Eine oder Andere und auch dieses Stück Software ist nicht frei von Bugs.

Nach der Installation (bei Arch-Linux über AUR) lassen sich die Firefox-Daten (Lesezeichen, Zugangsdaten u.a.) problemlos importieren, Vivaldi findet das alles selbst. Anschließend sollte man - sofern man den Browser auf mehreren Rechnern installiert hat - die Synchronisation einrichten (Info dazu auf heise.de). Dazu erstellt man auf dem Vivaldi-Server ein Konto, die Daten werden mit einem gesonderten Passwort verschlüsselt. Dann sind auch die integrierten Mausgesten einen Blick wert. Zusätzliche Erweiterungen waren zunächst keine zu finden. Eine kurze Nachfrage bei Google ergab, dass sich (fast) alle Chrome-Erweiterungen installieren lassen. So konnte ich z. B. den Privacy Badger problemlos installieren.

Was mir jetzt noch fehlt, wäre eine Vivaldi-Version für Android, um den Browser auch auf dem Tablet synchron halten zu können. Dieser Umstand bremst die Begeisterung dann doch etwas. Aber ansonsten kann ich - wie fast immer - nur raten: Einfach mal ausprobieren. Vivaldi hat auf jeden Fall eine Chance verdient. Auch bei der Vivaldi-Community sollte man mal vorbei schauen.